Die Europäische Zentralbank hat im Wirtschaftsbericht 3/2026 den geldpolitischen Autopiloten ausgeschaltet – ohne den Motor neu zu starten. Auf ihrer Sitzung vom 30. April beließ sie die drei Leitzinsen unverändert: Einlagefazilität 2,00 Prozent, Hauptrefinanzierung 2,15 Prozent, Spitzenrefinanzierung 2,40 Prozent. Das klingt nach Routine, ist aber in Wahrheit ein Eingeständnis wachsender...
Aufschwung hat Risse: Baukrise, Industrieschwäche, Preisdruck
Die deutschen Konjunkturdaten senden ein doppeltes Signal: Die Wirtschaft ist aus der akuten Stagnation herausgetreten, aber sie ist noch nicht in einen belastbaren Aufschwung eingetreten. Das reale Bruttoinlandsprodukt stieg im ersten Quartal 2026 saisonbereinigt um 0,3 Prozent gegenüber dem Vorquartal, nominal lag das Plus bei 0,7 Prozent. Nach den mageren Vorquartalen ist das mehr als ein...
Außenhandel sendet Warnsignal für den Euro
Der deutsche Exportmotor läuft wieder an – aber die eigentliche Nachricht steckt auf der Importseite. Für EUR/USD-Händler ergibt sich daraus ein ambivalentes Bild: Der strukturelle Leistungsbilanzüberschuss stützt den Euro, doch die jüngsten Außenhandelsdaten nehmen der Gemeinschaftswährung kurzfristig einen Teil ihres Rückenwinds. Die neuen saisonbereinigten Außenwirtschaftszahlen der Deutschen...
Studie: Geopolitik wird zum Konjunkturrisiko für Europa
Geopolitische Risiken wirken für die Eurozone längst wie ein eigener Konjunkturfaktor: Sie drücken die Produktion, treiben Preise und zwingen die Geldpolitik in ein Dilemma. Eine neue Bundesbank-Studie zeigt, warum Europa diese Risiken nicht länger durch die amerikanische Brille messen sollte. Die europäische Wirtschaft hat sich daran gewöhnt, Krisen als Abfolge äußerer Schocks zu beschreiben:...
EZB: Teurer Schock, schwaches Wachstum
Die professionellen Prognostiker der Europäischen Zentralbank erwarten im Euroraum wieder deutlich höhere Teuerung – aber keinen dauerhaften Kontrollverlust. Genau darin liegt die geldpolitische Brisanz: Die Inflation kehrt kurzfristig zurück, während das Wachstum nachgibt. Die neue Umfrage der Europäischen Zentralbank unter professionellen Prognostikern liest sich wie ein Warnsignal mit...
EUR/USD: Langfristig dominiert die Euro-Skepsis
Der Euro ringt mit der Richtung. Nach einer Woche des Stillstands um die Marke von 1,16 US-Dollar steckt das Währungspaar EUR/USD in einem Haltemuster, das viel über die aktuelle Weltlage verrät: Unsicherheit dominiert, die Marktteilnehmer warten auf Signale aus den Zentralbanken. Weder die US-Notenbank Fed noch die Europäische Zentralbank (EZB) haben bislang die Geduld der Anleger erlöst – und...
