Gaza und die deutsche Rüstungspolitik

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Gaza zwischen zerstörtem Alltag, Genozidwarnungen und deutscher Rüstungswirtschaft. Ein Meinungsbeitrag zur politischen Pflicht, aus dem Waffenstillstand endlich Frieden zu machen. Von Holger Elias

Ein Mann, seine Frau und ihre acht und zwölf Jahre alten Töchter sind am Donnerstag in Beit Lahiya getötet worden. Eine israelische Rakete traf ihr Haus im Norden des Gazastreifens. Reuters meldet, das israelische Militär habe binnen zwei Tagen mindestens sechs Wohnhäuser angegriffen; Nachbarhäuser und Zelte seien beschädigt, Familien erneut vertrieben worden. Einige Anwohner erhielten kurz vor dem Einschlag einen Anruf mit der Aufforderung zu fliehen.[1]

Das Militär äußerte sich zum Tod der Familie zunächst nicht, erklärte aber, Waffenlager der Hamas und des Islamischen Dschihad zerstört zu haben. Das von der Hamas kontrollierte Medienbüro bestreitet dies. Beides sind Behauptungen von Konfliktparteien; eine unabhängige Untersuchung liegt noch nicht vor. Ein Warnanruf kann Leben retten, hebt aber die Pflicht zu Unterscheidung und Verhältnismäßigkeit nicht auf – zumal Minuten zur Flucht weder Hab und Gut schützen noch Nachbarn, Kranke und Menschen ohne Transportmöglichkeit. Unstrittig ist das Ergebnis: Zwei Mädchen leben nicht mehr.

Der Angriff zeigt die Wahrheit über eine Waffenruhe, die das großflächige Töten seit Oktober 2025 vermindert, aber nicht beendet hat. Ein Waffenstillstand, unter dem Wohnhäuser bombardiert werden und Kinder sterben, verwaltet den Krieg. Frieden ist er nicht.

Die Bilanz der sogenannten Ruhe

Seit Verkündung der Waffenruhe am 10. Oktober 2025 wurden nach Angaben des Gesundheitsministeriums in Gaza bis zum 2. September weitere 1.334 Palästinenserinnen und Palästinenser getötet und 4.429 verletzt. OCHA weist die Quelle aus; Reuters zufolge waren die Toten überwiegend Zivilisten. Das israelische Militär nennt vier getötete Soldaten.[1][2] Jedes Leben ist gleich viel wert. Die Zahlen beschreiben dennoch das Machtgefälle zwischen einer Staatsarmee und einer eingeschlossenen Bevölkerung.

Für den gesamten Krieg meldet die Gesundheitsbehörde mehr als 73.000 palästinensische Tote; mehr als 8.000 Menschen sollen noch unter den Trümmern liegen. Rund 61 Millionen Tonnen Schutt bedecken Gaza.[3] UN-Sonderberichterstatterin Francesca Albanese nennt ihn Tatort, Friedhof und materielles Gedächtnis: Ohne Beweissicherung können Überreste und Spuren mutmaßlicher Verbrechen verschwinden.

Die Toten vom 7. Oktober 2023 dürfen nicht ausgelöscht werden. Beim Angriff der Hamas und verbündeter Gruppen wurden nach israelischen Angaben rund 1.200 Menschen getötet, mehrheitlich Zivilisten, und 251 als Geiseln verschleppt.[3] Massaker und Geiselnahmen sind Kriegsverbrechen. Aber eben deshalb darf die Antwort keine kollektive Bestrafung sein. Das Hamas-Verbrechen erklärt die israelische Kriegführung historisch; es rechtfertigt sie nicht grenzenlos. Israelische Sicherheit und palästinensische Freiheit gehören zusammen – ohne die Asymmetrie von Besatzung, Abriegelung, Luftüberlegenheit und ziviler Schutzlosigkeit zu leugnen.

»Ein Waffenstillstand, unter dem Wohnhäuser weiter bombardiert werden und Kinder sterben, verwaltet den Krieg. Frieden ist er nicht.« Holger Elias, Journalist

Alltag am Rand des Überlebens

Für Gazas 2,1 Millionen Menschen wird die Katastrophe in jedem Schluck Wasser sichtbar. OCHA zufolge lebten Anfang August 91 Prozent der untersuchten Haushalte mit mittlerer bis hoher Wasserunsicherheit. Ende August sank die Versorgung für etwa eine Million Menschen. Alle sechs Kläranlagen waren außer Betrieb, 70 Prozent der Abwasserpumpen defekt; täglich gelangten mehr als 150.000 Kubikmeter ungeklärtes Abwasser in die Umwelt.[2] Zerstörte Infrastruktur wird so zu Durchfall, Hautinfektion und Atemwegserkrankung.

Suad, deren Name geändert wurde, lebt mit ihrer Familie in einem Vertreibungslager. Ihr dreijähriger Sohn Rasheed war mangelernährt und krank. OCHA dokumentiert ihren Satz: »Früher fühlte sich sauberes Wasser wie etwas Unerreichbares an.« Erst ein Hilfsprojekt brachte täglich Trinkwasser; Rasheed habe wieder gespielt und gelacht: »Für mich bedeutet das alles.«[4] Das ist die politische Definition von Sicherheit aus Sicht einer Mutter.

Die Ernährungslage hat sich durch mehr Hilfe verbessert – und bleibt prekär. Die IPC-Analyse stuft ganz Gaza in Phase 3, »Krise«, ein; 1,4 Millionen Menschen sollen bis Dezember 2026 von hoher akuter Ernährungsunsicherheit betroffen sein.[5] Im August erhielten mehr als 880.000 Menschen Lebensmittelhilfe. Wegen knapper Bestände sank die Ration ab Monatsmitte auf 75 Prozent des kalorischen Mindestbedarfs; die unterstützte Brotproduktion deckte 34 Prozent des Bedarfs.[2] Hilfe hält Menschen am Leben. Sie ersetzt weder Wirtschaft noch Freiheit noch Frieden.

In einer einzigen Augustwoche registrierten 216 Einrichtungen mindestens 241.322 Behandlungen; mehr als 19 Prozent betrafen Infektionskrankheiten. Medikamente und Laborgeräte fehlen oder warten auf Genehmigungen. Von 178.632 begutachteten Wohnungen waren 60 Prozent schwer beschädigt, zerstört oder unbewohnbar; repariert wurden bis August nur 627. Vor der Regenzeit leben Hunderttausende in schlecht entwässerten Lagern.[2] Hinzu kommt die Abhängigkeit der Hilfe von einem einzigen Frachtübergang: Kerem Schalom. Als »Dual Use« eingestufte Güter dürfen laut OCHA nur in äußerst begrenzter Menge hinein; selbst bereits genehmigtes Bauholz und Notunterkunft-Sets wurden Ende August zurückgewiesen. Die humanitäre Krise ist daher nicht bloß Naturfolge des Krieges. Sie wird durch politische Zugangsentscheidungen täglich verschärft oder gelindert.

Das Wort Genozid und die Pflicht zur Präzision

Das Wort Genozid ist keine rhetorische Steigerungsform für besonders großes Leid. Es bezeichnet den Versuch, eine geschützte Gruppe ganz oder teilweise zu zerstören, und verlangt den Nachweis spezifischer Absicht. Gerade weil der Begriff juristisch schwer wiegt, darf er weder leichtfertig benutzt noch aus politischer Bequemlichkeit tabuisiert werden.

Die israelischen Menschenrechtsorganisationen B’Tselem und Physicians for Human Rights Israel kamen 2025 zu dem Schluss, Israel begehe in Gaza Genozid. B’Tselem-Direktorin Yuli Novak sagte: »Was wir sehen, ist ein eindeutiger, vorsätzlicher Angriff auf Zivilisten, um eine Gruppe zu zerstören.« Beide forderten Israels westliche Verbündete zum Handeln auf.[6] Amnesty, eine unabhängige UN-Untersuchungskommission und die größte internationale Fachvereinigung von Genozidforschenden gelangten zu ähnlichen Bewertungen.[7][8] Israel weist den Vorwurf zurück: Es fehle die Vernichtungsabsicht, Ziel sei die Hamas; Hilfslieferungen sprächen gegen Genozid.[6]

Eine abschließende gerichtliche Entscheidung gibt es nicht. Der Internationale Gerichtshof ordnete 2024 vorläufige Schutz- und Hilfsmaßnahmen an, entschied aber noch nicht in der Hauptsache; Anhörungen werden frühestens Ende 2029 erwartet. Der Internationale Strafgerichtshof erließ gegen Benjamin Netanjahu und Yoav Gallant Haftbefehle wegen des Verdachts auf Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit, darunter Aushungern als Kriegsmethode. Beide weisen die Vorwürfe zurück.[7]

Die saubere und friedenspolitisch notwendige Position lautet: Der Endspruch steht aus, die Präventionspflicht nicht. Wer auf das letzte Urteil wartet, bevor er Waffenlieferungen stoppt, verwechselt Strafurteil und Gefahrenabwehr. Angesichts dokumentierter Tötungen, Vertreibung und Zerstörung lebensnotwendiger Systeme ist es geboten, von Genozid zu sprechen – als begründete menschenrechtliche und politische Diagnose, nicht als vorweggenommenes Urteil des Weltgerichts.

Deutschland: Zwischen Staatsräson und Geschäft

Für Deutschland verdichtet sich der Konflikt in einer Zahl: 735,76 Millionen Euro. In dieser Höhe genehmigte die Bundesregierung vom 1. April bis 30. Juni 2026 Rüstungsexporte nach Israel. Davon entfielen 67 Prozent auf ein maritimes Projekt und 21 Prozent auf deutsch-israelische Zusammenarbeit im Interesse der Bundeswehr; Kriegswaffen im engen gesetzlichen Sinn seien nicht genehmigt worden.[9] Doch auch Bauteile und Elektronik schaffen militärische Fähigkeiten. »Sonstige Rüstungsgüter« sind keine sonstigen Gegenstände, wenn sie Panzer bewegen, Ziele erfassen oder militärische Systeme warten. Die amtliche Trennung kann juristisch relevant sein, darf aber die politische Risikoprüfung nicht ersetzen. Entscheidend sind Endverwendung und Kontrolle – gerade hier bleiben Details unter Verschluss.

Berlin hatte im August 2025 Genehmigungen für in Gaza einsetzbare Güter ausgesetzt und die Beschränkung nach Beginn der Waffenruhe aufgehoben. Vor dem Internationalen Gerichtshof erklärte Deutschland nun, seit 2024 keine für Gaza geeigneten Kriegswaffen mit Endbestimmung Israel genehmigt zu haben. Nicaragua wirft Berlin dagegen Verstöße gegen Genozidkonvention und humanitäres Völkerrecht vor. Deutschland beantragt die Abweisung aus Verfahrensgründen; der Gerichtshof hatte 2024 Nicaraguas Eilantrag abgelehnt, die Klage aber fortgeführt.[7][10] Das ist der Verfahrensstand, aber keine Entlastung in der Sache.

Das ECCHR hält eine andere Bilanz vor: Von 163,8 Millionen Euro Genehmigungen 2024 entfielen nur 106.000 Euro auf Schutzausrüstung; für 2025 dokumentiert es mehr als 110 Millionen Euro für Teile von Panzern und gepanzerten Fahrzeugen. Alexander Schwarz sagt: »Die Bundesregierung kann sich in Den Haag nicht auf die theoretische Schutzwirkung des Rechts berufen und diese bei ihren Genehmigungen praktisch leerlaufen lassen.«[11] Das Zentrum fordert den Stopp aller Lieferungen, die internationale Verbrechen ermöglichen können. Ein Kläger aus Gaza schildert in dem Verfahren, er lebe nach dem Tod seiner Frau und seines Kindes im Zelt und rechne jederzeit mit einem weiteren Luftangriff. In Berlin wird über Warengruppen gestritten; in Gaza wird das Exportrecht als Frage körperlichen Überlebens erfahren.

Aus der Verantwortung für die Shoah folgt der Schutz jüdischen Lebens und des Existenzrechts Israels. Aber historische Verantwortung ist universal oder sie verkehrt sich in ihr Gegenteil. Sie ist keine Blankovollmacht für die Regierung Netanjahu. Antisemitismus und antipalästinensischer Rassismus müssen bekämpft werden. Kritik an israelischer Regierungspolitik ist keine Kritik an Jüdinnen und Juden.

»Die Bundesregierung kann sich in Den Haag nicht auf die theoretische Schutzwirkung des Rechts berufen und diese praktisch leerlaufen lassen.« Alexander Schwarz, ECCHR

Vom Auto zum Flugabwehrsystem

Die Verflechtung reicht über Exporte hinaus. Israel Aerospace Industries präsentierte im Juni auf der ILA Arrow 3, die Drohne German Heron TP und das Unterwasserfahrzeug BlueWhale als Belege enger Kooperation. Arrow 3 wurde 2023 gekauft, 2025 geliefert und erneut bestellt. Idie Firma wirbt mit »kampferprobter« Technologie und nennt Deutschland seinen engsten Partner in Europa.[12] Das Abwehrsystem ist nicht mit einem Einsatz in Gaza gleichzusetzen. Doch deutsche Aufträge und gemeinsame Produktion stärken eine Industrie, deren Marktwert auch aus Kriegserfahrung erwächst.

In Osnabrück will Volkswagen das 2027 aus der Autoproduktion fallende Werk an den israelischen Investor Aurelius Capital und Niedersachsen überführen. Ein Ankerprojekt mit dem staatseigenen Rafael, Partner bei Iron Dome, Arrow und David’s Sling, soll Luftverteidigung für Deutschland und Europa fertigen; auch militärische Amarok-Umbauten sind im Gespräch. Die Vereinbarung ist vorläufig. Sie könnte zunächst rund 1.400 von 1.800 Arbeitsplätzen sichern; für 1.200 Stellen soll Beschäftigung bis Ende 2029 garantiert werden.[13][14]

IG Metall und Betriebsrat begrüßen die Eckpunkte. Gewerkschaftschefin Christiane Benner sagt, eine neue industrielle Perspektive bedeute »vor allem Sicherheit für die Beschäftigten und ihre Familien«.[14] Nach monatelanger Ungewissheit ist ein Tarifarbeitsplatz existenziell. Deshalb wäre es billig, Beschäftigte moralisch abzuurteilen. Die Kritik gilt einer Politik, die nur Erwerbslosigkeit oder Rüstungsproduktion anbietet.

Hier wird die soziale Frage militärisch beantwortet. Überkapazitäten, Managementfehler und Renditedruck werden durch Nachfrage des Aufrüstungsstaates aufgefangen; die Gewissensfrage wird den Beschäftigten zugeschoben. Das ist die eigentliche Versuchung für Gewerkschaften: Beschäftigungssicherung wird an eine Produktionsentscheidung gebunden, über deren außenpolitische Folgen die Belegschaft kaum verfügt. Wer nur Nein sagt, lässt die Kolleginnen und Kollegen mit der Abstiegsangst allein; wer jedes Rüstungsprojekt begrüßt, macht Tarifpolitik zum Transmissionsriemen der Aufrüstung. Eine Friedensbewegung muss mehr anbieten als Verzicht: öffentliche Aufträge für Schienenfahrzeuge, Busse, Energienetze, Medizintechnik, Katastrophenschutz und klimafeste Infrastruktur – mit Qualifizierung, Tarifbindung und Arbeitsplatzgarantien. Gute Arbeit darf nicht davon abhängen, dass anderswo die nächste Rakete gebraucht wird.

Was machtvolles gemeinsames Handeln heißt

Erika Guevara Rosas von Amnesty begrüßte am 9. September die Ankündigung von zwölf Staaten, den Handel mit illegalen israelischen Siedlungen einzuschränken, als überfällig. Ihre Botschaft, ausdrücklich auch an Deutschland: »Für Ausflüchte, Verzögerungen oder halbe Maßnahmen ist kein Raum mehr«, sagte sie. Amnesty fordert Sanktionen, ein Waffenembargo und die Aussetzung des EU-Israel-Abkommens.[8] Das ECCHR verlangt, Neugenehmigungen zu verweigern und bestehende zu überprüfen.[11] B’Tselem und Physicians for Human Rights Israel zeigen: Dieser Druck richtet sich nicht gegen Israels Gesellschaft, sondern kommt auch aus ihr.

Machtvolles Vorgehen heißt nicht Krieg gegen Israel oder Isolation seiner Bevölkerung. Es heißt, der Regierung materielle und diplomatische Straflosigkeit zu entziehen. Deutschland sollte alle Ausfuhren und Gemeinschaftsprojekte aussetzen, bei denen schwere Rechtsverstöße nicht ausgeschlossen werden können, und Endverwendungsprüfungen veröffentlichen. Es sollte einen EU-weiten Stopp des Siedlungshandels, gezielte Sanktionen und die Suspendierung privilegierter Zusammenarbeit unterstützen – und die internationalen Gerichte ohne Einflussnahme respektieren.

Die Waffenruhe braucht unabhängige Überwachung, Konsequenzen bei Verstößen und offenen Zugang für Nahrung, Wasser, Medizin, Baumaterial und Beobachter. Der Wiederaufbau muss palästinensisch mitbestimmt, Beweismaterial gesichert werden. Geldgeber dürfen Gaza weder als Immobilienprojekt noch als entpolitisiertes Hilfsgebiet behandeln: Wiederaufbau ohne Souveränität zementiert Abhängigkeit. Freilassung unrechtmäßig Festgehaltener, rechtsstaatliche Verfahren für Gefangene, ein Ende von Vertreibung, Blockade, Besatzung und Siedlungsexpansion sowie gleiche Rechte, Sicherheit und Selbstbestimmung gehören auf eine Agenda. Die Hamas muss entwaffnet und politisch abgelöst werden; Israel muss sich aus Gaza zurückziehen. Beides braucht eine verbindliche Gesamtregelung.

Frieden ist weder palästinensische Kapitulation noch Preisgabe israelischer Sicherheit. Kein Staat und keine bewaffnete Organisation darf Zivilisten als Verhandlungsmasse behandeln. Deutsche Solidarität mit Israel darf nicht Solidarität mit jeder israelischen Regierung heißen. Sie gilt Menschen: den Angehörigen der am 7. Oktober Ermordeten, den Geiselüberlebenden, israelischen Kriegsgegnern. Und den Eltern, Kindern und Vertriebenen in Gaza.

In Beit Lahiya sind heute zwei Mädchen gestorben, acht und zwölf Jahre alt. Ihre Namen mögen in der ersten Meldung fehlen. Ihre Rechte fehlen nicht. Eine deutsche Politik, die Frieden beansprucht, muss ab jetzt danach beurteilt werden, ob sie solche Leben schützt. Oder ob sie weiterhin Verträge, Kategorien und Arbeitsplätze anführt, während das Töten unter dem falschen Namen der Waffenruhe weitergeht.

Quellen und Hinweise

Die Korrespondenz wurde am 10. September 2026 recherchiert. Zahlen aus Gaza werden mit ihrer jeweiligen Quelle ausgewiesen. Der Begriff Genozid wird als begründete Bewertung von Menschenrechtsorganisationen und Fachgremien verwendet; ein abschließendes Urteil des Internationalen Gerichtshofs liegt nicht vor.

[1] Reuters, 10.09.2026: Israeli strike kills parents and two children in Gaza, medics say

[2] UN OCHA, 08.09.2026: Humanitarian Situation Report, 4 September 2026

[3] Reuters, 07.09.2026: Israeli clearance of Gaza rubble could destroy evidence, says UN expert

[4] UN OCHA, 26.06.2026: Helping displaced families in Gaza protect their children’s health

[5] IPC, 2026: Gaza Strip: Humanitarian assistance drives food security and nutrition gains, but conditions remain highly fragile

[6] The Guardian, 28.07.2025: Israel committing genocide in Gaza, say Israel-based human rights groups

[7] Associated Press, 07.09.2026: Germany fights Gaza genocide claims at the top UN court

[8] Amnesty International, 09.09.2026: Settlement trade restrictions must be followed by further concrete measures

[9] Deutscher Bundestag, 07.09.2026: Waffenexporte nach Israel im zweiten Quartal 2026

[10] Reuters, 08.09.2026: Nicaragua maintains German arms exports to Israel violate international law

[11] ECCHR, 07.09.2026: Arming International Crimes – Germany’s Continuing Arms Exports to Israel, 2023–2026

[12] Israel Aerospace Industries, 03.06.2026: ILA Berlin 2026: IAI Presents Next-Gen Systems

[13] Reuters, 07.09.2026: Volkswagen finds defence future for German plant amid major overhaul

[14] IG Metall, 07.09.2026: Osnabrück bleibt Industriestandort – Jetzt beginnt die eigentliche Arbeit

About the author

Holger Elias

Studien der Journalistik und Kommunikations-Psychologie. War beruflich als Korrespondent und Redakteur bei Nachrichtenagenturen (reuters, cna usw.), für überregionale Tageszeitungen sowie für Rundfunk und Fernsehen tätig. Lebte und arbeitete knapp acht Jahre als EU-Korrespondent in Brüssel. Als Verleger und Publizist gab er knapp 140 Buchtitel heraus.

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